Ringbreak ist ein Strategiespiel zu zweit mit ungleichen Seiten: 24 Belagerer am Rand gegen 12 Verteidiger und ihren König in der Mitte. Bring den König in eine Ecke - gegen den Computer oder über einen Einladungslink gegen einen Menschen. Beides läuft direkt hier im Browser, kostenlos und ohne Anmeldung.
So funktioniert's
Die Regeln passen in ein paar Sätze; schwer wird erst, was aus ihnen folgt. Gespielt wird auf elf mal elf Feldern, nach den Regeln von Copenhagen Hnefatafl, dem Turnierstandard eines alten nordischen Brettspiels. Alles steht offen auf dem Brett: keine Würfel, nichts Verdecktes.
Gegen den Computer führst du die Verteidiger: die Kreise und den Stern, der dein König ist. Du wählst eine von vier Stärkestufen, von Leicht bis Sehr schwer, und die Partie beginnt - vorher startet nichts von selbst. Die Belagerer ziehen zuerst, danach abwechselnd.
Alle Figuren ziehen wie ein Turm: gerade, so weit der Weg frei ist, nie diagonal und nie über andere hinweg. Auch der König.
Geschlagen wird durch Einklemmen: Eine Figur, die in gerader Linie zwischen zwei gegnerische gerät, kommt vom Brett - aber nur, wenn der Gegner die Lücke selbst schließt. Wer freiwillig dazwischenzieht, bleibt stehen.
Fünf Felder sind besonders: die vier Ecken und der Thron in der Mitte. Nur der König darf darauf stehen bleiben; über den leeren Thron dürfen dagegen alle Figuren hinwegziehen. Für ihre Nachbarfelder wirken sie wie eine gegnerische Figur: die Ecken gegen beide Seiten, der Thron immer gegen die Belagerer, gegen die Verteidiger aber nur, solange er leer ist.
Der König muss von allen vier Seiten eingeschlossen werden; steht er neben dem Thron, zählt der Thron als vierte Seite mit. Erreicht er eine Ecke, gewinnen die Verteidiger.
Randfestung: Steht der König am Rand, aber nicht in einer Ecke, hat er noch ein freies Nachbarfeld, und riegeln eigene Figuren und der Brettrand den freien Bereich um ihn lückenlos ab, ohne dass ein Belagerer daran grenzt, gewinnen die Verteidiger. Die Mauer muss dabei halten: Kein Zug der Belagerer darf eine ihrer Figuren schlagen können.
Umzinglung: Schließen die Belagerer einen Ring um alle Verteidiger, sodass von König und Verteidigern kein freies Feld mehr zum Brettrand führt, gewinnen die Belagerer.
Wer am Zug ist und nicht ziehen kann, verliert. Die Verteidiger dürfen außerdem keine Stellung wiederholen.
Bedient wird auf zwei Wegen: Figur antippen und dann ein markiertes Zielfeld - oder die Figur entlang ihrer Zeile oder Spalte ziehen und loslassen. Wer neben der Linie loslässt, bricht ab; ein Verrutschen wird kein Zug.
Gegen einen Menschen spielt ihr zu zweit ein Match: Hin- und Rückpartie nacheinander, mit getauschten Seiten, bis zu 48 Stunden je Zug. Das Ergebnis der ersten Partie bleibt zu, bis am Ende beide zusammen aufgedeckt werden.
Tipps & Techniken
Am Rand ist der König nicht schlagbar - aber einmauerbar. Eine seiner vier Seiten liegt dort außerhalb des Bretts, und wer keinen Zug mehr hat, verliert trotzdem. Der Rand allein ist ein Schutz, kein Ziel - erst eine dichte Randfestung gewinnt.
Dazwischenziehen ist sicher. Eine Lücke zwischen zwei Belagerern darfst du besetzen - und von dort aus selbst einklemmen.
Thron und Ecken schlagen mit. Neben einer Ecke genügt dem Gegner eine einzige Figur auf der anderen Seite; am Thron gilt das gegen Belagerer immer, gegen Verteidiger nur, solange er leer ist. Prüfe es, bevor du dort abstellst.
Der Schildwall: Eine ganze Reihe am Brettrand fällt auf einmal, wenn sie an beiden Enden eingeklemmt ist und vor jeder Figur ein Gegner steht. Lange Ketten am Rand sind deshalb verwundbarer, als sie aussehen.
Nicht pendeln. Wer als Verteidiger nur hin und her zieht, dem gehen die erlaubten Züge aus.
Im Match entscheidet zuerst die Seite, dann die Zugzahl. Ein Sieg als Belagerer schlägt alles andere; sonst gewinnt, wer als Verteidiger siegt. Gewinnen beide auf derselben Seite, entscheidet die kleinere Zugzahl. Bleibt auch die gleich oder enden beide Partien remis, ist das Match unentschieden. Gezählt wird jeder einzelne Zug beider Seiten.
Häufige Fragen
Was für ein Spiel ist das?
Ein Strategie-Brettspiel für zwei und kein Rätsel: Du suchst keine Lösung, sondern spielst gegen jemanden, der zurückzieht - den Computer oder einen Menschen. Die eine Seite jagt, die andere flieht.
Warum führe ich gegen den Computer immer die Verteidiger?
Weil die Seiten nicht gleich schwer sind: Bei gleicher Rechentiefe gewinnt der Computer als Verteidiger deutlich häufiger als als Angreifer. Beide Seiten spielst du im Match gegen einen Menschen.
Wie fordere ich jemanden heraus?
Mit „Jemanden herausfordern“ entsteht ein Einladungslink, der verfällt, wenn ihn niemand annimmt (die Speicherdauer steht in der Datenschutzerklärung). Wer ihn öffnet und annimmt, spielt das Match mit dir. Dafür braucht es gespeicherten Fortschritt auf dem Gerät: einen zufälligen Schlüssel, keine E-Mail und kein Konto.
Was passiert, wenn ich im Match aufgebe oder die Frist verstreicht?
Dann ist das ganze Match verloren, nicht nur die laufende Partie - auch wenn die andere schon gewonnen war.
Kann jemand zusehen?
Ja. Wer den Link eines angenommenen Matches öffnet, sieht zu - ohne Kennung und mit genau dem, was auch die Spieler sehen, das versiegelte erste Ergebnis eingeschlossen.
Kostet Ringbreak etwas, und brauche ich ein Konto?
Nein und nein. Ringbreak läuft kostenlos im Browser, und gegen den Computer kannst du ohne Anmeldung sofort spielen - ohne Konto und ohne gespeicherten Fortschritt.